• Siegfried Niebius

Mehr Gespräche seit Corona

Aktualisiert: Mai 20


Für die Welt bist Du irgendjemand, aber für mich bist Du die Welt.

Wenn das Leben einem gute Freunde beschert ist man wohl ein reicher Mensch. Geht das im beruflichen Umfeld mit Mitbewohnern?


In der Zeit von Corona erleben wir aufgrund der fehlenden sozial- pädagogischen Möglichkeiten durch andere Mitarbeiter, die gerade nicht anwesend sind, nicht sein können, dass wir uns als Pflegende nun in verschiedene Rollen intensiver hineinbegeben. Weil jeder Mensch eine Person braucht, mit der man sprechen kann, sprechen wir in diesen Zeiten häufiger und länger mit Bewohnern. Wir erleben dann, dass wir als gute Freunde verkannt werden und so uns vieles und womöglich alles anvertraut wird. Geht das im beruflichen Umfeld mit unseren Mitbewohnern? Können wir im beruflichen Umfeld Privates und Dienstliche strikt trennen? Jeder entscheidet darüber selbst welche Ausnahmen er zulässt.

Im beruflichen Umfeld erleben wir Freundschaft mit mehr oder weniger Verständnis für Grenzen und Möglichkeiten. Wer im beruflichen Umfeld meint Freundschaften knüpfen zu können muss vorsichtig sein. Zum einen gibt es immer Menschen, die erklären sich auf einmal als deine Freunde und wir sind eher etwas überrascht, weil wir selbst dies nicht so sehen. Um das wieder vorsichtig herauszuholen ist nicht gerade einfach, denn der Begriff Freundschaft trifft für die berufliche Bekanntschaft eigentlich nicht zu.


Es gehört eine Menge an beruflicher Professionalität dazu, Gespräche so aufzubauen, zu führen, dass wir uns nicht als beste Freunde darstellen. Wir können nicht alles leisten und müssen gerade in Zeiten von Corona auch akzeptieren, dass unsere Mitbewohner womöglich Stück weit selbst mit Isolation und fehlender menschlicher Nähe zur recht kommen.


Eine passende, verlässliche Freundschaft in institutionellem Rahmen kennen zulernen ist eher die Ausnahme. Diese Beziehungen liegen mehr im Bereich einer Zweckgemeinschaft, eben den einrichtungsbedingten Vorgaben. In einer Pflegeeinrichtung kann es daher eher schwierig werden eine echte Freundschaft zu finden. Wenn dann noch der Kontakt nach Außen, zu den eigenen Angehörigen fehlt, kommt der Rückzug mit einer möglichen Vereinsamung hinzu. Dies ist aber nicht nur ein Phänomen in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Es ist zu beobachten, dass Vereinsamung ein generelles Problem unserer heutigen Gesellschaft ist. Diesem wollen wir auch in Zeiten von Corona so gut wie möglich in unserem MartinsHof begegnen. Wir schaffen Bedingungen das ein echtes Zugehörigkeitsgefühl entstehen kann. Nicht gerade einfach bei einer ablaufenden Pandemie wo wir mehr auf räumlichen Abstand gehen. Nicht immer sind Gespräche mit Trost und von Verständnis oder eine Handlung erforderlich. Mit über 240 Minuten (3 Stunden) leisten wir unseren Mitbewohner durch unsere direkte Pflege und individuelle Anwesenheit, Gesellschaft und Hilfe. Auch wenn Corona uns mehr auf Abstand hält, kann in unserem Hause keiner vereinsamen.

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In der ländlichen Prignitz finden Sie den idyllischen MartinsHof – einen alten Bauernhof, der zum Ferien- und Wohnparadies für erwachsene Menschen mit Handicap ausgebaut wurde. Natur erleben – entschleunigen in kleiner Gemeinschaft. Wir sind darauf spezialisiert, in klein-struktureller Zusammenarbeit, fachliche Pflege und Betreuung für jüngere und ältere Menschen zu leisten.

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