• Siegfried Niebius

Stromausfall in der Gemeinde Kümmernitztal


Stromausfall in der Gemeinde Kümmernitztal am 20.07.2020 ab 02.00 Uhr
Stromausfall in der Nacht zum Montag den 20.07.2020 auf dem MartinsHof über mehrere Stunden

Ohne elektrischen Strom ist unser modernes Leben auf dem MartinsHof kaum vorstellbar. Dieses umso mehr für unsere pflegebedürftigen Mitbewohner deren Überleben häufig auf elektrisch betriebene Medizinprodukte angewiesen ist.

Als Folge der Energiewende können wir es kaum glauben, dass Stromausfälle vermehrt auftreten. Wir treffen daher seit Jahren, dies besonders in der ländlichen Gegend der Prignitz entsprechende Vorkehrungen.


Am 20.07.2020 ab ca. 02:00 Uhr fiel der Strom intermittierend über Stunden komplett auf dem MartinsHof aus. Dies wurde seitens unserer Notfallsysteme sofort registriert und eine entsprechende Routine nahm ihren Lauf. Auch wenn unsere nötigsten Dinge wie Notlicht, Rufanlage, Ernährungspumpen, Beatmungsgeräte für kürzere Zeiten ( 60 bis 80 Minuten) gepuffert sind, können dann so einfache Dinge wie automatische Türen, Rollläden, Pumpen, Heizungen, generelle Computer gesteuerte Prozesse nicht mehr sicher betrieben werden. Besonders problematisch erweist es sich dann als zerstörend, wenn der Storm mehr oder weniger intervallmäßig ausfällt und gleich wieder eingespeist wird. Diese sogenannten Stromspitzen zerstören unsere Meldeanlagen, Telefone und Steuerungen. Von daher ist ein längerer Stromausfall kaum anders zu quittieren als eine persönlich auszulösende, generelle Stromtrennung vom Leitungsnetz des Stromversorgers. Hierfür benötigen wir mehr Personal. Unser gesamter Pflegeablauf ändert sich und erst nach und nach können unsere Systeme, wie zum Beispiel Notstromversorgung in Betrieb genommen werden. Solche Maßnahmen benötigen Zeit und noch mehr Zeit bei der Rückabwicklung.


Es gibt eine Hotline des Energieversorgers E.DIS AG. Diese ist auch internetbasiert. Dort schauten wir mit unserem Diensthandy nach. Leider lagen keine Informationen vor und von daher lösten wir eine Störungsmeldung aus. Der erreichte Hotline Mitarbeiter erzählte, dass es Arbeiten im Versorgungsgebiet gegeben habe, diese wurden aber nicht abgedeckt und weil es jetzt regnet ist der Strom ausgefallen. Da es aber jetzt auch noch dunkel ist, können die Arbeiten erst wieder gegen 07:00 Uhr aufgenommen werden. Solange ist daher mit dem andauernden Stromausfall zu rechen. Unser Hinweis, dass wir eine Pflegeeinrichtung sind kommentierte dieser Mitarbeiter der Firma Edis nicht, auch würde er an diesem Stromausfall nicht schuld sein und kündigte seine Beendigung das Telefongespräches an. Dies war solch eine Erfahrung, auf die wir gerne verzichtet hätten; denn jetzt hatten wir nicht nur mit einem längeren Stromausfall zu „kämpfen“ sondern auch mit der Verarbeitung einer solchen Hotline Erfahrung.


Es hat einen Grund, warum wir hier auf dem MartinsHof schon seit Jahren uns auf verschiedene Notfälle in Sachen Energieversorgung vorbereiteten. Aber sind unsere Notfallversorgungen erst einmal in Betrieb können diese nicht so ohne weiteres von jetzt auf gleich zurückgefahren werden. Solche Notfälle beschäftigen uns daher nicht nur während des Ausfalles intensiv, fast noch länger dauertes, die normale Versorgung wieder in Betrieb zu nehmen. Ganz abgesehen davon, dass möglicherweise auch noch wegen der Stromspitzen zerstörte elektronische Geräte ersetzt werden müssen, kostet dies zusätzlich auch noch Geld. Nach solchen Störfällen müssen wir unsere gesamte Energieversorgung komplett durchchecken. Nicht selten benötigen wir hierfür entsprechende Fachkräfte, die wir sehr teuer bezahlen müssen.

Wenn wir diesen Störfall analysieren stellen wir fest, dass wenn möglicherweise die Arbeiten am Stromnetz vor eindringender Feuchtigkeit geschützt wären, wäre wahrscheinlich solch ein derber Störfall vermeidbar gewesen?

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