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Schlafstörungen sind bei vielen Demenzkranken keine Seltenheit

Eine ausreichende Menge an Schlaf ist von entscheidender Bedeutung für das allgemeine Wohlbefinden und die kognitive Gesundheit. Dies gilt insbesondere für Menschen, die an demenziellen Erkrankungen leiden.


Zu wenig Schlaf kann weitreichende Folgen haben, wenn es um den Umgang mit Demenz geht. Die Auswirkungen können sowohl kurzfristig als auch langfristig spürbar sein. Kurzfristige Effekte sind beispielsweise erhöhte Verwirrtheit, Desorientierung und eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung. Diese Symptome können zu einer erheblichen Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen und die Fähigkeit zur selbstständigen Bewältigung von Aufgaben stark einschränken.


Langfristig betrachtet kann chronischer Schlafmangel bei demenziellen Erkrankungen zu einem beschleunigten Fortschreiten der Krankheit führen. Studien zeigen immer wieder einen Zusammenhang zwischen unzureichendem Schlaf und einer Zunahme der neurodegenerativen Prozesse im Gehirn, wie etwa der Bildung von Beta-Amyloid-Plaques oder Tau-Protein-Tangles – zwei charakteristischen Merkmalen bestimmter Formen von Demenz.

Weiterhin wirkt sich schlechter oder unruhiger Schlaf negativ auf die Stimmung aus und kann Angstgefühle verstärken. Dies verschlimmert nicht nur psychische Belastungen im Kontext der Erkrankung, sondern beeinflusst auch das Verhalten sowie die sozialen Interaktionen eines Menschen mit Demenz.


Um die negativen Auswirkungen von Schlafmangel bei demenziellen Erkrankungen zu minimieren, ist es wichtig, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört insbesondere eine gute Schlafhygiene, wie regelmäßige Schlafenszeiten und ein ruhiges Umfeld. Auch der Einsatz von nicht medikamentösen Therapien wie Musiktherapie oder körperlicher Aktivität kann dazu beitragen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu verbessern.


Insgesamt kann festgehalten werden, dass ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf für Menschen mit Demenz unerlässlich ist. Es wirkt sich positiv auf ihre geistige Gesundheit aus und trägt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität bei. Daher sollte diesem Aspekt in der Betreuung von demenziell erkrankten Personen große Aufmerksamkeit geschenkt werden.

 

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